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  • AutorenbildKimberly Lordêlo Gehlen

Ich bin nicht mein Verstand

Aktualisiert: 13. Nov. 2023

Denn ich bin viel mehr als das.

Der Verstand löst Probleme und sucht deshalb welche. Der Verstand urteilt, um das Beste aus der Vergangenheit und Zukunft zu machen. Aber wenn es darum geht den Moment im Hier und Jetzt zu genießen, ist der Verstand eher behindernd. Denn was bringt es mir, am schönsten Ort der Welt zu sein, wenn mein Verstand die ganze Zeit nach einem Problem sucht (zum Beispiel, dass du das lieber mit wem anders erleben solltest, oder es zu warm ist, oder du dich langweilst). Der Verstand ist mit Sicherheit essentiell und von Vorteil. Aber das ist er nur dann, wenn ich ihn kontrolliere und nicht er mich.


Seit ca. einer Woche lese ich das Buch „Jetzt – die Kraft der Gegenwart“ von Eckhart Tolle und bin hin und weg von seiner heilenden Sicht auf den Menschen und seine Spiritualität. Tolle sagt nämlich, dass wenn wir nicht mehr der Beobachter unseres Verstandes sind, unglücklich werden. Wir sind uns in also unserer urteilenden & nicht gegenwärtig denkenden Komponente nicht mehr bewusst. Stattdessen identifizieren uns mit unserem Denken. Ganz grob gesagt: Wir schaffen es nicht mehr zu genießen und sehen nur noch Probleme und Stress.


Genau das konnte ich den letzten Tagen bei mir beobachten. Ich war quasi „Sklave“ meiner eigenen Gedanken. Und ich muss zugeben: das passiert mir sehr oft.

Es ist ganz normal, mal eine stressige Woche zu haben, in der der Verstand einfach extrem aktiv sein muss. Aber es ist genauso wichtig, in den Momenten, in denen ich dann ruhig bin, mich von diesem Verstand zu lösen und aktiv in die Gegenwärtigkeit zu gelangen. Denn nur so kann ich alle möglichen Probleme und To-Do-Listen mal ruhen lassen und einfach sein.


Nicht ohne Grund sind Meditationen gerade voll im Trend. Diese beruhigende Stimme, die dich zu deinen Sinneswahrnehmungen und weg von deinen Gedanken leitet. Sie ist genau das, was uns heutzutage größtenteils fehlt. Es gibt immer etwas zu tun und Entspannung fällt dadurch immer schwerer. Ich ertappe mich oft dabei, wie ich sogar beim Lesen oder Serie gucken meine To-Do-Liste im Kopf durchgehe, mir Sorgen um die Zukunft mache oder Fehler aus der Vergangenheit überdenke. Das ist doch so anstrengend! Klingt es nicht schon so?


Gönnen wir unserem Kopf mal einen richtigen Urlaub! Und zwar täglich. Zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit/zur Uni/zur Schule. Schon hier kannst du deine Gedanken austauschen durch die konzentrierte Wahrnehmung deiner Umgebung. Was hören deine Ohren, was sehen deine Augen, was riechst du in der Luft und wie fühlt sich dein Körper an?

Und das funktioniert überall. Wenn den Kopf gerade voll überheizt, weil zum Beispiel in der Universität die Klausurphase ansteht, dann lehne dich kurz zurück oder stehe gerne auf und begebe dich auf eine Sinnesreise – nur für den Moment. Beobachte, wie gut es tut, nur zu sein und nicht zu denken. Selbst wenn die Gedanken sich mal einschleichen weißt du, du kannst jederzeit zu deinen Sinnen zurückkehren und deine Gedanken wie Wolken wieder vorbei ziehen lassen.


Lebe, liebe, strahle - deine Kimberly.

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